Benjamin Hluchy (handgeschriebene Überschrift)
Geboren und aufgewachsen in Zwickau. Abgebrochene Ausbildung zum Schuhmacher. Seit 1999 wohnhaft in Nürnberg. Arbeitet als freier Autor. Macht gerne Urlaub auf Mallorca "weil man da einmal im Jahr so richtig die Sau raus lassen kann". Sein größter Wunsch: Ein Literaturcafé eröffnen, in welchem er jeden Abend seine Werke zum Besten bringen kann.

Icon Lautsprecher von Benny hören>      an Benny schreiben>

"Im Kindergarten wollte nie ein Kind mit Benny spielen", erzählt Tina Fricker, Bennys ehemalige Erzieherin, "weil er immer gleich zugeschlagen hat". "Er war immer sehr laut und hat so lange geschrieen, bis er das bekommen hat, was er wollte", ergänzt Sylvia Kronickel, eine frühere Nachbarin. Auch in der Schule hatte es der kleine Benny schwer, bis ein Lehrer entdeckte, dass in Benny das Talent des Schreibens schlummerte.

"Sobald man ihm einen Bleistift und ein Blatt Papier in die Hand gab, war er ruhig und schrieb", berichtet Erich Goller, Bennys damaliger Deutschlehrer. Mit 12 Jahren schrieb Benny seine erste Kurzgeschichte mit dem Titel: ’Ich steh vor der Tür von der dicken Linda’. Ein paar Jahre später, als Benny wegen zahlreicher Delikte seine vierjährige Haftstrafe in der Haftanstalt Gera antrat, begann er, an seiner berüchtigten Trilogie zu schreiben (Band 1: ’So ist es nicht richtig’, Band 2: ’Ich will, dass es anders ist’, Band 3: ’So wäre es besser’).

Nachdem er wieder auf freiem Fuß war und eine Ausbildung zum Schuhmacher in Angriff nahm, lernte er die 21 Jahre ältere Ausdruckstänzerin Clothilde Kloss kennen. Die beiden wurden ein Paar und heirateten. Benny brach seine Lehre ab und widmete sich ganz dem Schreiben. Sein erster Roman ’Der letzte Kranich fliegt über das Schlachtfeld’ sowie zahlreiche Gedichte und lyrische Texte entstanden. Clothilde weckte in Benny die Idee, seinen Geschichten und Gedanken auch im schauspielerischen Bereich Ausdruck zu geben. 

 

   

Benjamin Hluchy als Deutscher Herbst - fotografiert von Christian Rösner

Im wahren Leben kennt sich Benny mit Therapien bestens aus: Als Logopäde weiß er um die Macht der Worte und schätzt als angehender Drama- und Theatertherapeut auch beruflich die heilende Wirkung des Spiels.